Deutscher Gewerkschaftsbund

28.09.2018
Feierstunde zum 125. Geburtstag

Einweihung "Rolf-Maaß-Saal" in Bautzen

Vor 125 Jahren wurde Rolf Maaß geboren. Er war bis 1933 Gewerkschaftssekretär des ADGB in Bautzen. Aus diesem Anlass hatten der DGB KV Bautzen und die DGB Region Ostsachsen zu einer Feierstunde eingeladen. Jan Otto, der Vorsitzende des DGB KV Bautzen und 1. Bevollmächtigte der IG Metall Ostsachsen, begrüßte die anwesenden Gäste sowie die Presse. Andre Koglin, der frühere 1. Bevollmächtigte der IG Metall Bautzen bis 2008, hielt eine Festrede auf Rolf Maaß.

Der Gewerkschafter Rolf Maaß, der am 28. 9. 1893 bei Naumburg geboren wurde, kam 1929 als Arbeitersekretär des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB), dem Vorläufer des DGB, nach Bautzen. Da er Fachkenntnisse im Arbeitsrecht hatte, schulte er zahlreiche Betriebsräte in Ostsachsen zum Thema Arbeitsrecht. Auch vertrat er Kolleginnen und Kollegen in Arbeitsrechtsstreitigkeiten vor Gericht. 1933 versucht Maaß aufrichtig das Gewerkschaftshaus in Bautzen gegen die Erstürmung durch die Nazis zu verteidigen. Aus der Geschichte wissen wir, dass ihm das nicht gelang. Maaß flüchtete ins tschechische Exil. Als er auch dort nicht mehr sicher war, flüchtete er nach London, wo er 1940 starb.

Jan Otto mahnte, sich immer auch daran zu erinnern, wo unsere Herkunft liege. Um die Zukunft zu gestalten, sei es wichtig zu wissen, woher wir gekommen sind und was unsere Kollegen vor uns alles geleistet und schon ertragen haben, um unsere Demokratie, in der wir heute leben, zu schützen. In der Spaltung von Gesellschaft, Belegschaften und Bewegungen liegen große Gefahren. Wir sollten uns einander erinnern und fragen, was uns eint und nicht länger darauf schauen, was uns trennt. Zur Erinnerung an Rolf Maaß und Würdigung seiner Arbeit und seinem Widerstand heißt unser Beratungsraum im Erdgeschoss nun "Rolf Maaß Tagungsraum".

 

Andre Koglin auf der Feierstunde

Andre Koglin auf der Feierstunde DGB Ostsachsen


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